Deine Gummibärchen-Verpackung überlebt dich. Wirklich.
Wir reden viel über das, was wir essen und trinken. Aber was ist mit der Verpackung, in der es kommt? Eine Alufolie hier, ein Plastikstreifen da – klingt nach Kleinigkeiten. Aber hochgerechnet auf Milliarden Gummibärchen-Packungen weltweit wird daraus eine Zahl, die sich gewaschen hat. Die Alternative ist längst nicht mehr Science-Fiction.

237 Kilogramm pro Person
In Deutschland fielen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2021 rund 19,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an. Das entspricht durchschnittlich 237 Kilogramm pro Person und Jahr. Süßwarenverpackungen sind exemplarisch für ein Systemproblem: für Sekunden genutzt, für Jahrzehnte entsorgt.
Was eine plastikfreie Verpackung heute schon kann
Die Verpackungsindustrie hat lange argumentiert, plastikfreie Lösungen seien technisch nicht umsetzbar – zu instabil, zu feucht, kein ausreichender Schutz. Das stimmt nicht mehr. Mehrlagige Verpackungen aus Papier und biobasierter Folie – hergestellt aus Mais, Stärke oder Zuckerrohr – bieten denselben Schutz wie herkömmliches Plastik. Ohne fossile Rohstoffe.
Biobasiert bedeutet: Die Folie sieht ähnlich aus wie normales Plastik, ist aber aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und kompostierbar. Auf dem Heimkompost zersetzt sie sich innerhalb von etwa sechs Monaten in ihre pflanzlichen Bestandteile.
Das Zeichen, das Verbraucher:innen setzen können
Wenn Konsument:innen zu Produkten greifen, die konsequent auf plastikfreie Verpackungen setzen, entsteht Druck auf die gesamte Branche. Das ist der eigentliche Hebel. Nicht warten, bis die Großen von selbst umsteuern. Sondern zeigen, dass der Markt bereit ist.
Quellen: Statistisches Bundesamt – destatis.de; WWF – wwf.de; Bundesumweltministerium BMUKN