Mikroplastik in deinem Blut: Was das mit deinem täglichen Kaugummi zu tun hat
Die Wissenschaft hat etwas herausgefunden, das unangenehm klingt – und es auch ist: Mikroplastik wurde bereits im menschlichen Blutkreislauf, in der Leber, im Darm und sogar im Herzgewebe nachgewiesen. Wir tragen Plastik buchstäblich in uns. Und ein kleines, unauffälliges Alltagsprodukt trägt dazu bei, ohne dass die meisten es ahnen.

Was die Forschung sagt
Das Umweltbundesamt fasst den aktuellen Stand klar zusammen: Mikroplastik im menschlichen Körper ist nachweisbar – in nahezu allen Organen und Geweben. Fremdkörper wie Mikroplastikpartikel können sich im Gewebe festsetzen und Entzündungsreaktionen auslösen. Bestimmte Schadstoffe, die an Partikeln haften, können zudem in den Körper gelangen und dort wirken.
Wir nehmen wöchentlich mehrere Gramm Mikroplastik auf – über Atemluft, Trinkwasser und Lebensmittel. Das ist keine Prognose. Das ist heute, für dich und mich.
Und was hat das mit Kaugummi zu tun?
Herkömmliche Kaugummis bestehen in ihrer Kaumasse aus petrochemischen Polymeren. Beim Kauen – intensiver mechanischer Kontakt über Minuten oder eine Stunde – können winzige Partikel dieser Substanzen in den Speichel übergehen. Die Mundschleimhaut ist durchlässig. Was in den Mund kommt, bleibt nicht zwingend dort.
Niemand behauptet, dass ein einzelner Kaugummi eine Katastrophe ist. Aber für Menschen, die täglich kauen, addiert sich das. Und vor allem: Warum dieses Risiko eingehen, wenn es eine Alternative gibt?
Die bessere Wahl ist keine Verzichts-Entscheidung
Natürliche Kaugummis auf Basis von Pflanzenkautschuk bieten dieselbe Kaufreude – ohne synthetische Polymere. Du musst nichts aufgeben. Du tauschst einfach aus. Und das macht einen messbaren Unterschied: für deinen Körper, für die Umwelt und für das Signal, das du als Konsument:in sendest.
Quellen: Umweltbundesamt Deutschland – Mikroplastik; aktuelle Forschungsübersicht zu Mikroplastik in menschlichen Geweben